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aktualisiert am

  18.02.2009

 

 

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Turnierhundsport  

 Was ist das denn? Werden sich sicherlich viele fragen. Denn diese Sportart ist zwar die älteste der modernen Hundesportarten, doch auch in ihrem Heimatland Deutschland (noch) nicht so bekannt wie z.B. Agility, Obedience, Dog-Frisbee oder Dog Dancing.  

Den Turnierhundsport, früher Breitensport genannt, gibt es seit über 30 Jahren. Er wurde für ausgediente Schutzhunde und für Menschen entwickelt, die nicht die traditionelle Schutzhundeausbildung betreiben wollten. Das Turnierreglement hat sich bis heute kaum verändert.

Wie beim Agility muss der Hund fehlerfrei Hindernisse überwinden. Deren Aufstellung ist im Turnierreglement festgelegt, meist handelt es sich um eine gerade Strecke.

Der Parcours soll von Hund und Mensch möglichst schnell absolviert werden. Der Hundeführer muss dabei versuchen mit dem Hund mitzuhalten, denn die Zeit wird erst gestoppt, wenn beide das Zieltor durchlaufen haben. Ein schneller Hund bringt also bei diesem Sport nichts, wenn man selbst nicht fit ist. Meist wartet der Hund bereits im Ziel, wenn sein Herrchen oder Frauchen einläuft.

Außer dem Hindernis-Parcours wird beim sogenannten Vierkampf Unterordnung, wie bei der Begleithundprüfung, gefordert und es müssen noch zwei weitere Laufdisziplinen absolviert werden. Der Turnierhundesport ist also zumindest auf Turnierebene eine echte Herausforderung für Hund und Hundeführer. Da es auch sehr stark auf die Leistung des Hundeführers ankommt, sollte man seine Fitness trainieren, wenn man bei Turnieren gute Zeiten laufen und sich eine vordere Platzierung sichern will. Wer nicht so große Ziele anstrebt, kann es im Turnierhundesport auch etwas ruhiger angehen und einfach Spaß haben mit seinem Hund zusammen.

Da die Sportler nach Altersklassen und Geschlecht getrennt gewertet werden, muss man auch nicht in jungen Jahren mit dem Training beginnen. Für diesen Sport sind eigentlich alle Hunde geeignet, die gesund sind und in der Lage, Hindernisse zu überwinden.

Je nach Leistungsstand und Fitness kann man bei einem Turnier zwischen sechs Disziplinen wählen, wobei man außer beim Hindernislauf und beim Shorty eine bestandene Begleithundeprüfung vorweisen muss.

Der Turnierhundsport bietet Mensch und Hund eine ideale Grundlage, zum Team zusammenzuwachsen und sich körperlich zu betätigen. Wünschenswert wäre, wenn noch mehr Menschen diese schöne Sportart entdecken würden.

 

Die Disziplinen

 

VIERKAMPF 1 UND VIERKAMPF 2

Der Vierkampf ist die anspruchsvollste Disziplin. Neben einer Unterordnung müssen auch drei Laufdisziplinen absolviert werden. Beim Hürdenlauf über eine 50 m lange Strecke muss der Hund parallel zum Menschen über Hindernisse springen, während der Mensch nebenher läuft bzw. beim Vierkampf 2 mit über das Hindernis springt. Danach folgt der aus sieben Toren bestehende 75 m lange Slalom. Hund und Halter müssen den Zickzack-Kurs gemeinsam passieren und dürfen keine Stange auslassen, sonst gibt es Strafpunkte für sie. Als vierte Disziplin gibt es noch einen ganz normalen Hindernislauf (s.u.).  

 

DER GELÄNDELAUF

Auch diese Disziplin stellt an den Menschen hohe Ansprüche, weil man mit seinem angeleinten Hund eine 2.000 Meter oder 5.000 Meter Strecke möglichst schnell absolvieren muss.  

 

DER CSC (COMBINATION SPEED CUP)

Der CSC besteht aus drei Hindernisbahnen, wobei immer drei Mensch-Hund Teams eine Mannschaft bilden. Wie beim Staffellauf jedoch ohne Staffelübergabe darf der Nächste erst von der ihm zugewiesenen Startposition loslaufen, wenn das vorhergehende Team im Ziel ist. Auch hier wird die Gesamtzeit gewertet. Werden die Teams geschickt eingeteilt, kann jeder in seiner Lieblingsdisziplin starten.  

 

DER HINDERNISLAUFhl-bahn.jpg (35820 Byte)

Diese nicht ganz so anspruchsvolle Disziplin erfreut sich vor allem bei den Jugendlichen großer Beliebtheit. Die Hindernisbahn misst 75 Meter. Hier muss der Hund acht Hindernisse fehlerfrei überwinden und der Mensch sein Bestes geben, möglichst schnell zu laufen.

 

DER SHORTY

Der Shorty ist eine Art CSC als Kurzbahn und eignet sich ebenfalls gut zum Einstieg in den Turnierhundsport. Er wird von zwei Mensch-Hund Teams auf zwei sich kreuzenden Hindernisbahnen absolviert. Wenn der erste seine Hindernisbahn beendet hat und durchs Ziel gelaufen ist, läuft sofort der andere Teampartner mit seinem Hund los. Die gelaufene Zeit beider Teams wird dann zusammen gewertet. Jede der beiden Bahnen hat fünf Hindernisse.

 

DER QSC (QUALIFIKATION SPEED CUP)

Hier werden zwei identische Hindernisbahnen nebeneinander aufgebaut und die Teams müssen direkt gegeneinander antreten. Der Gewinner wird nach dem k.o.-Prinzip ermittelt. Diese Disziplin ist sehr anspruchsvoll, weil man schnell enge Wendungen laufen muss. Leider wird sie kaum angeboten.

   

DAS WETTKAMPFGESCHEHEN

Das Highlight im Turnierhundsport ist die alljährliche Deutsche Meisterschaft und die Deutsche Jugendmeisterschaft, bei der sich die besten Turnierhundsportler aus ganz Deutschland messen. Um an dieser oder anderen höheren Turnieren, wie der Bundessiegerprüfung teilnehmen zu können, muss man sich auf Kreis- und Landesebene im Geländelauf, CSC oder Vierkampf qualifizieren.

 

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